Sonderausstellung

Pia Maria Martin: "durch dick und dünn"

Bewegte Koloskopie-Trickfilmkunstbilder auf 16 mm, Gedärm-Schadogramme, Verdauungsklänge, intestinare Bildwelten, Dick- und Dünndarmquadrophonie, feingewebliches Denklabor, ästhetische Peristaltik, Hohlorgan-Soundreise, därmliches Gemurmel und hungriges Geknurre...
 

Pia Maria Martins Werk kennt man in Böblingen schon. Nein? Doch! Ja! Das „Große Kino“ in der Vogtscheune wurde 2017 mit ihrem Trickfilmkunstwerk „Marche au supplice“ von 2004 eröffnet.
 
Nun ist sie wieder in Böblingen! Dieses Mal übernimmt sie das gesamte Fleischermuseum für eine Einzelausstellung in zwei Teilen. Im „Großen Kino“ läuft ein brandneues cineastisches Kunstwerk in Endlosschleife, zu dem sich die Künstlerin von den Bildwelten des Hauses und ihren Recherchen in der Fleischwelt hat inspirieren lassen. Sie hat sich durch die Bibliothek des Museums gegraben und bei den
Brüdern Heinkele (Metzgermeister und Vereinsmitglieder) das Wurstmachen gelernt.
 
Die Ausstellung stülpt das Haus einfach mal zur Gänze um, alles ist dieses Mal verkehrt und andersrum!

Die Ausstellung stülpt das Haus einfach mal zur Gänze um, alles ist dieses Mal verkehrt und andersrum:

Im zweiten Stock, der gewohnten Etage für Sonderausstellungen seit 1984, geht es wild und assoziativ her. Hier gewinnen die BesucherInnen Einblicke in den Arbeitsprozess, das Labor, die Werkstatt, das Atelier und den Denkprozess der Künstlerin. Das ganze Stockwerk wurde von ihr mit Arbeiten gefüllt und erscheint als rätselhafte „Kunst-Wunder-Werk-Kammer“.
 
Das einzig fertige und in sich abgeschlossene Kunstwerk, gibt es im „Großen Kino“ im ersten Stock des Hinterhauses zu sehen. Erst dort, im Blinddarm des ganzen Museumskörpers wird allen alles klar. Hinten ist dieses Mal vorne und unten ist jetzt oben im Deutschen Fleischermuseum.

Flyer/Postkarte (1,975 MiB)